Wunschzettel  

Die Pandemie führte zum nachhaltigen Nachdenken.

 

Alle Jahre wieder gehen die Menschen in sich. Sie denken über ihr Leben, das Leben ihrer Angehörigen und das vergangene sowie künftige Zusammenleben nach. Sie bilanzieren, was nicht gut gelaufen ist, geben sich Ziele, die sie verfolgen wollen und haben Wünsche für die Zukunft. So entstand mein Wunschzettel.

 

Mein 10-Wünsche-Wunschzettel für 2021 an

  • Träger mit ihren Einrichtungen,

  • Mitarbeiter in Werkstätten und Wohnstätten,

  • Ärzte und Pflegende,

  • Behörden und Politiker,

  • Familiengerichte und Rechtspfleger sowie

  • Angehörige und Rechtliche Betreuer.

An alle, die Ihr meistens untereinander über uns (Angehöriger und Betreuter) oder für mich Beeinträchtigen handelt.

Redet miteinander unsere Bedürfnisse zu verstehen, aber nicht ohne uns!

 

Für ein besseres Miteinander von Angehörigen/Rechtlichen Betreuern den Gesprächspartnern und den Betreute, wünsche ich mir für ein künftig gutes Leben, dass:

  • Verständnis für die Sichtweise von Angehörigen entwickelt wird.

  • „Angehöriger Sein", einen wertigen Status hat und verstanden wird.

  • Gefühl von Stigmatisierung bei Angehörigen weiter abgebaut wird.

  • Angehörigen das Gefühl gegeben wird, “gesehen und gehört zu werden…"

  • die Wichtigkeit von „Betreuer sein“ darzustellen und zu erkennen, gefördert wird.

  • der Wert der Arbeit in WfbM und Förderstätten für Angehörige und Betreute aus der Sicht der Arbeitenden mit Beispielen aus Gegenwart und Vergangenheit lebendig gezeigt wird.

  • Wünsche und Visionen von Angehörigen gehört werden.

  • das Miteinander von Mitarbeitenden und Angehörigen für beide Seiten zugewandter wird.

  • das Selbstverständnis der Mitglieder der Angehörigenvertretung geweckt und gestärkt wird.

  • durch Angehörige, die Mitarbeitenden, Behörden und Politiker auf meine/eure Probleme angesprochen werden.

 

Für die Beeinträchtigten sind Emotion/Empathie und Rechtliche Betreuung unzertrennbar zu verbinden.

Hier downloaden

Konstanz 1.12.2020

Karl Eichler, Mitglied des BABdW

Vater eines schwer beeinträchtigen erwachsenen Sohnes