40 Jahre Angehörigenvertretung der Rotenburger Werke

 

Am 12.06.1982 wurde die Angehörigenvertretung, damals noch unter dem Namen Heimelternvertretung, gegründet. Man gab sich eine Satzung und eine Geschäftsordnung.

Heute besteht die Angehörigenvertretung aus 18 ordentlichen Mitgliedern. Im Jahre 1990 kam dann ein neuer Name: Angehörigenrat der Angehörigenvertretung. Schwerpunkt der Arbeit war in erster Linie "die Verbesserung der Heimaufenthaltsbedingungen".

Mittlerweile hat man das alles etwas erweitert, aber damals wie heute will auch die Angehörigenvertretung Eltern und Angehörige bei der Heimeinweisung begleiten und  stützen und die Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen der Beeinträchtigten zu verbessern.

Er ist bemüht in Kooperation mit leitenden Mitarbeitern, Geschäftsführung und anderen relevanten Stellen ein positives und konstruktives Miteinander herzustellen.

Außerdem hat sich die Arbeit auch auf die politische Ebene erweitert. Nicht alles, was die Politik im Bereich der Betreuung von beeinträchtigten Menschen plant und entwickelt, wirkt sich auch positiv auf diese aus. Hieraus ist die Pflicht für jeden Angehörigenvertreter entstanden, sich bestmöglich zu informieren und dort den Finger in die Wunde zu legen, wo dies notwendig erscheint. Themen gibt es, wie wir wissen genug.

Wenn Vorsitzende das Amt aufgeben wollten war und ist es oft schwierig Nachfolger zu finden. Wir in Rotenburg hatten das Glück von Beginn an im Vorstand der Angehörigenvertretung, der aus fünf Personen besteht jemand zu haben, der dem einen oder anderen von uns vielleicht noch in Erinnerung ist: Johannes Simon, ehemaliger Ministerialbeamter in Bonn, heute weit über 80 Jahre, zeigte sich bis 2014 für die Geschicke der Angehörigenvertretung verantwortlich. Dann übernahm Herr Harald Sievers, sein bisheriger Stellvertreter, seinen Posten. Nach wie vor steht Herr Simon uns bei Bedarf mit Rat zur Seite. Als ich dann der Stellvertreter von Herrn Sievers wurde, habe ich den BABdW in der Sitzung umfassend vorgestellt, was dann dazu führte, dass die Rotenburger Werke, als einer der großen diakonischen Leistungsanbieter, Mitglied bei uns wurden. Als selbst etwas Beeinträchtigter, der 2017 in die vorzeitige Rente wechselte ergab sich nun für mich ein weites ehrenamtliches Aufgabenfeld.

Im Jahr 2017 habe ich dann den Vorsitz von Herrn Sievers übernommen und beschlossen, zukünftig 2 Stellvertreter für mich zu bestellen. Nun war ich in große Fußstapfen getreten und bin immer wieder positiv überrascht, welch hohen Stellenwert die Angehörigenvertretung als Gremium der Mitbestimmung innerhalb der Gesamteinrichtung genießt. Wir dürfen zwar nicht mitentscheiden, sind aber ein gefragter Gesprächspartner wenn es um Beratungen und Fragen zum zukünftigen Geschehen geht!

Das habe ich in den wenigsten Einrichtungen, die ich bisher kennenlernen durfte, so erlebt. Sogar auf der Website wird die Angehörigenvertretung mit ihren Aufgaben beschrieben und Kontaktdaten veröffentlicht.

Der Geburtstag soll mit den noch erreichbaren damaligen Akteuren am 14. Mai im Rahmen des jährlich stattfindenden Angehörigentages unter freiem Himmel in einem großen Zelt, (ggfs. notwendigerweise mit begrenzter Besucherzahl) feierlich begangen werden. Auch eine Neuwahl der Angehörigenvertretung steht nach 4 Jahren Amtszeit an; ich hoffe, dass sich genügend Angehörige und Betreuer entschließen, weiterhin oder neu bei uns mitzumachen. Bisher konnten wir die Zahl 18 noch gut halten.  Gerade erreicht mich eine Nachricht von einer noch Berufstätigen, die aus persönlichen Gründen nicht mehr weitermachen könne. Damit muss man leben und umgehen. Trotzdem schaue ich mit einer gewissen Gelassenheit und dem Bewusstsein, mit der Geschäftsführung und den Gremien der Rotenburger Werke auch weiterhin gut zusammenzuarbeiten in die Zukunft.  Jeder Teilnehmer (1pro Familie) erhält zur Erinnerung 1 Tasse, die extra für dieses Ereignis besorgt wurde.    

M.P. 1/2022